Kirche der Christengemeinschaft
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Allgemeines
Die Christengemeinschaft hat sich 1922 als ‚Bewegung für religiöse Erneuerung’ aus der von Rudolf Steiner begründeten Anthrosposophie heraus entwickelt. Die Esslinger Gemeinde war eine der ersten und wurde im gleichen Jahr begründet.
Geschichte
Im Jahr 1904 hielt Rudolf Steiner in Esslingen einen Vortrag, der 1907 zur Gründung eines Esslinger Zweigs der Theosophischen Gesellschaft (ab 1913 Anthroposophische Gesellschaft) führte. Mit der Gründung der Christengemeinschaft im September 1922 begann Herrmann Heisler mit dem Aufbau einer Gemeinde in Esslingen. Die Versammlungen fanden angemieteten Räumen zunächst in der Rathausgasse, in der Neckarstraße und ab 1937 im Kaisheimer Pfleghof, Burgsteige 1, statt. 1941 wurde die Christengemeinschaft von der NSDAP verboten, einige Mitglieder zeitweise inhaftiert sowie die kultischen Gewänder und ein Teil der Geräte beschlagnahmt. Der Gemeinderaum musste der Hitlerjugend überlassen werden. Unmittelbar nach Beendigung des Krieges im Mai 1945 konnte in den alten Räumen das Gemeindeleben wieder aufgenommen werden. 1961 wurde beschlossen, ein eigenes Gebäude zu errichten. Die Einweihung fand 1965 statt. Der Entwurf stammt von H. Lauer, die Fassade wurde unter Mitwirkung des Holzbildhauers Prof. E. Rülke und A. Klingborg aus Schweden gestaltet. Die Kirchengestalt folgt einer eigenen Architektursprache, die sich im Wesentlichen an den von Rudolf Steiner mitentworfenen Bauten in Dornach bei Basel orientiert. Der polygonale Innenraum ist farbig lasiert. Die kräftige Farbwirkung wird noch gesteigert durch die Glasfenster des Bietigheimer Malers Richard Holy.
Bilder
Adresse
Landolinsgasse 12
73728 Esslingen
Öffnungszeiten für Besucher
Die Kirche ist nicht täglich geöffnet. Der Ansprechpartner für Besichtigungen wird im Ansagetext des Anrufbeantworters bekanntgegeben. Tel. 0711- 350569
Weblinks
Offizielle Website der Christengemeinschaft Esslingen
Quellen
Wilhelm Hörner: Zum kulturgeschichtlichen Werdegang in der Stadt Esslingen am Neckar. Eine Art Chronik der Christengemeinschaft. Verlag Urachhaus, Stuttgart 2004

